top of page

23>01

C`MON ROOM

03. Februar - 17. Februar 2023

Lea Fröhlicher (Basel und Solothurn) und Joanna Zabielska (Wien und Warschau) realisieren in PERIPHERIE 8 eine ortsspezifische Installation, die zum Benutzen einlädt.

In und auf Möbelstücken platzierte Screens bieten einen Einblick in zwei vergangene Arbeiten in Tbilisi (GE) und Warschau (PL) rund um die Thematik des 

Wohnens und der Belebung von öffentlichem Raum. 

Was haben wir gemeinsam? Eine Frage, die in Zeiten von virtuellen Verabredungen, Zoom-Anrufen und Home-Office immer relevanter wird. Auf der Suche nach einer Antwort nehmen wir Küchengespräche, Wohnzimmerdiskussionen, Schlafzimmerträume und Badezimmerängste mit in den Offspace PERIPHERIE 8.

 

Die Installation lädt die Besuchenden zum Verweilen, zum Wohnen, zum Austausch ein. Und zwar nicht in den eigenen vier privaten Wänden, sondern im öffentlichen Ausstellungsraum. Zu den Öffnungszeiten kann PERIPHERIE 8 genutzt werden – sei es als Leseort, um sich mit Freund:innen zu treffen oder Tee zu trinken und sich auszutauschen. Komm vorbei und verbringt Zeit miteinander!

 

 

Den Auftakt machen Lea Fröhlicher und Joanna Zabielska am Wochenende vom 3./4./5. Februar 2023. Während dieser Zeit werden sie vor Ort in PERIPHERIE 8 verweilen und die Installation auf ihr Potential für das Passieren von sozialer Interaktion und Gemeinschaftlichkeit überprüfen. 

Eröffnung | Freitag, 03.02.2023, 19:00 Uhr

Konzert mit Copy Laser Telefax (Post-Punk/Alternative) | 20:00

Samstag, 04.02.2023 

Kaffee und Kuchen | ab 14:00 Uhr

Spielzeit (Brett- und Kartenspiele, Videogame) | ab 17:00

Sonntag, 05.02.2023

Gemeinsames Teigtaschen-Herstellen, Diskutieren und Essen | 16:00

Lea Fröhlicher und Joanna Zabielska haben sich 2018 in Yerevan, Armenien kennengelernt und arbeiten seitdem immer mal wieder an gemeinsamen künstlerischen Projekten. 

Ausgangslage für ihr Projekt in der PERIPHERIE 8 ist das multimediale, partizipative Projekt «C’Mon Room», welches von Joanna Zabielska erstmals 2018 in in Tbilisi, Georgien, im Rahmen der Tbilisi Architecture Biennial initiiert wurde. Damals stiess Lea Fröhlicher zu «C’Mon Room»dazu und erweiterte das Projekt um eine filmische Ebene. Fröhlicher war mehrere Tage mit ihrer Kamera als künstlerische Kollaborateurin vor Ort mit dabei. Es entstanden Videoaufnahmen – der Materialien, Aufbauprozessen, partizipativen Situationen, Nutzung der Installation. Aus diesen Aufnahmen wurden mehrere Videos geschnitten, die erstmals im Juni 2019 in der Ausstellung «Re-Direct» in der «Labilen Botschaft» in Wien in einer installativen Situation präsentiert wurden.

 

P1050579.k.jpg

C`Mon Room, Ausstellungsansicht, Re-Direct, Labile Botschaft, Wien, 2019

C’Mon Room-Projekt in Gldani, Tbilisi, Georgien

«Erst das Leben, dann die Räume, dann die Gebäude - andersherum geht es nicht»  (Jan Gehl)


Der Stadtteil Gldani ist jedoch das Ergebnis des «umgekehrten» Ansatzes. Gldani wurde in aller Eile gebaut, um eine bestimmte Anzahl von Wohnungen zu schaffen, und nimmt dabei wenig Rücksicht auf den Raum zwischen den Gebäuden. Ausserdem konnte Gldani, das unter einem repressiven politischen Regime gebaut wurde, keinen Aussenraum im Sinne von Freiräumen bieten.

Kein Wunder, dass alle Versuche, ein unabhängiges Leben zu führen, im Inneren, in weniger kontrollierten privaten Räumen stattfanden.

Öffentlicher Raum im Sinne von gemeinschaftlich genutztem Boden ist in Gldani daher kaum vorhanden.

Der C‘mon room ist ein Versuch, diesen öffentlichen Raum zu schaffen und das Leben aus dem privaten in den öffentlichen Raum zurückzuholen.

Eine Drahtgitterinstallation, die auf dem durchschnittlichen Grundriss einer Gldani-Wohnung basiert, bietet eine Bühne für soziale Interaktionen. Sie bietet der Nachbarschaft einen freien und offenen Raum, um Gedanken, Ideen und kritische Reflexionen über den physischen und sozialen Zustand Gldanis auszudrücken.

 

P1040053.JPG

C‘mon Room, Gldani, Filmstills, Tibilisi, 2018

CmonRoom_Still_33.jpg
CMonRoom_Still_11.jpg
bottom of page